Explora Australien: Mit Kamelen durchs Outback 

Fotos: zVg

Nach ihren Kanada-Abenteuern mit der älteren Tochter Amira wollten Markus und Sabrina Blum auch mit ihrer jüngsten Tochter Naira ein besonderes Familienabenteuer erleben. Sie beschlossen, mit Kamelen das Outback Australiens zu erkunden. Ab Januar touren sie mit ihrer Geschichte durch die Schweiz und geben jetzt im Interview schon einen kleinen Vorgeschmack. 

Viele Familien haben lieber «All Inclusive»-Urlaube. Nicht aber ihr. Was reizt euch am Abenteuer in der Natur?

Wir waren immer schon gerne in der Natur unterwegs schon bevor wir Kinder hatten. Wir haben gespürt, dass es uns gut tut, immer mal wieder die Komfortzone zu verlassen, von allem weg und unmotorisiert unterwegs zu sein. Diese Erfahrung wollten wir auch unseren Kindern ermöglichen.

Wie kam die Idee eines Kamelabenteuers?

Ursprünglich wollten wir mit Pferden durch Patagonien reisen, doch Naira war auf Pferdehaare allergisch. Von den anderen Tieren, die in Frage kamen Lamas, Alpakas, Rentiere fanden wir Kamele am faszinierendsten und hatten Glück: Kamele waren kein Problem. Danach kam alles zusammen Australien besitzt die grösste Kamelpopulation der Welt. Wir hatten sowieso eine Reise dorthin geplant, da Sabrinas Schwester uns zu ihrer Hochzeit eingeladen hatte. Ausserdem haben meine Frau und Kinder einen australischen Pass.

Wie kamt ihr in Australien zu euren Kamelen?

Wir haben während sechs Monaten wilde Kamele dressiert. Es war ein wichtiger Prozess, denn so lernten wir die Tiere wirklich kennen. Wir durften in einem Camper auf einer Kamelfarm leben. Dort bekamen wir erste Tipps. Den Rest brachten wir uns selbst bei. Zuerst mussten wir den Aktionsradius eines Kamels verstehen unsere Kamele waren noch wild. Sie können auch seitlich ausschlagen, wie ein Karatekämpfer. Sie sind stur und arrogant, aber auch sehr intelligent. Sie lernen schnell und werden am Schluss zu den liebsten Begleitern.

Wie seid ihr dann mit den Kamelen durch das Outback gereist?

Mit einem Planwagen, auf dem wir übernachten konnten. Die Kinder konnten auf dem Wagen sitzen und spielen oder auch mit den Kamelen mitlaufen. Es war ja alles Schritttempo. Mit dem Wagen konnten wir auch Wasser und Vorräte einfach transportieren.

Wie kann man sich die Landschaft vorstellen?

Anfangs liefen wir durch die Flinders Ranges. Wir hatten immer Berge um uns australische Berge. Später kam die karge, flache, rote Landschaft, die man aus Bildern kennt. Ich fand dieses Nichts spannend. Es ist etwas, dass man spüren, sehen und fühlen muss.

Auf eurer Tournee teilt ihr viele Anekdoten von eurer Reise. Was war für dich einer der unvergesslichsten Momente?

Das eindrücklichste war, wie glücklich unsere Kinder waren. Sie haben nie gefragt: «Wann sind wir endlich dort?» Sie brauchten keine Spielsachen die Natur, die Tiere haben ihnen alles gegeben. Es machte uns glücklich, zu sehen, wie dreckig sie waren; wie sie am Leben da draussen teilhaben und helfen wollten. Sie freuten sich über die kleinsten Dinge. All das kann kein Video Game toppen. Jeden Tag draussen zu sein und am Abend vor dem Feuer zu sitzen, die Glocken der Kamele zu hören und dabei glücklich unter dem Sternenhimmel einzuschlafen ist unvergesslich!

Praktisches


Multimedia Live Reportage 

2h inkl. 20 Min Pause 

Im Januar und Februar in: Davos, Luzern, Winterthur, Jona, Zürich, Uster, Cham, Chur, Nottwil, Aarau, Bern, Wil, Rorschach, Solothurn, Münsigen, Thun und Liestal 

Tickets und weitere Infos unter explora.ch 


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Das erste Buch der Familie Blum erhältlich unter blumundweg.ch und bei 

der Vortragstournee.