Tipps: Winter in der Schweiz


Mussten wir vergangenes Jahr lange auf das ersehnte weisse Glück warten, so hat es Frau Holle heuer schon im November gut mit uns gemeint. Wir teilen die Vorfreude auf die neue Wintersaison in der Schweiz mit Jan Maurer, Leiter Marketing von Bächli Bergsport. Er verrät im Interview seine Tipps: 

Viele Schweizer zieht es im Winter in die Ferne. Doch warum lohnt es sich gerade dann hier zu bleiben? 

Unser kleines Land in der Mitte von Europa bietet auch im Winter mit seinen 41’285 Quadratkilometern ein so vielseitiges Angebot, wie kaum ein anderes: Es beginnt auf den höchsten Gipfeln mit abenteuerlichem Winter-sport, setzt sich mit gemütlichen Sonnenterrassen und entspannenden Ebenen fort und führt bis in die Grossstädte im Tale mit ihren spannenden Programmen aus Kultur, Kulinarik und Wellness. Im Vergleich zu einer Fernreise sind all diese Erlebnisse sicherlich genauso unvergesslich und einmalig schön, jedoch sind sie viel nachhaltiger in Anbetracht der CO2-Belastung, die schon alleine aufgrund der Fernflüge entsteht. Wir leben in der Schweiz letztlich wie in einer Postkarte.

In der Schweiz gibt es zahlreiche weltbekannte Winter-sportorte – doch welche Regionen zählen für Sie zu den grössten Geheimtipps und warum? 

Ich schätze die Vielseitigkeit diverser Wintersportorte im Wallis, Berner Oberland, der Innerschweiz und in Graubünden. Sie alle sind unterschiedlich, aber in ihrem ‘Approach’ dennoch typisch schweizerisch. Gerade für kleinere Orte mit viel Charme und Echtheit sehe ich wieder ein ‘Revival.’ Mein persönlicher Geheimtipp für Skitouren, Schneeschuhwanderungen oder auch Eisklettern ist sicherlich das Averstal. Dort lässt sich die Stille und Schönheit der Schweizer Berge noch in ihrer Urtümlich-keit erleben.

Schneearme Winter haben den Einfallsreichtum der Schweizer Wintersportregionen beflügelt. Was sollte man unbedingt einmal ausprobieren? 

Für die Mutigen und Sportlichen unter uns ist Eisklettern sicherlich ein tolles Eintauchen in die Welt der Eiszapfen. Was gibt es – im wahrsten Sinne des Wortes – cooleres, als einen gefrorenen Wasserfall zu erklimmen? Für die Genussvollen ist sicherlich die Besichtigung der vereisten Grotten des Zinal-Gletschers ein einmaliges Erlebnis.

Was sind für Sie die Highlights des Winterbeginns? 

Sicherlich ist die erste Skittour des Winters immer ein besonderes Highlight. Sie ist von Frau Holle abhängig, die es ja dieses Jahr sogar im November schon gut mit uns gemeint hat. Wenn man nicht in die Berge kann, sind die ersten Runden auf einer Eisbahn mit Glühwein, gefolgt von einem Fondue mit Freunden auch eine schöne Tradition.

Wie lässt sich der Winter in den Schweizer Städten – zum Beispiel in Zürich – von seiner besten Seite erleben? 

Zürich ist ja enorm vielseitig und auch im Winter sehr spannend. So inszeniert – nach vierjähriger Pause – dieses Jahr der weltbekannte Lichtkünstler Gerry Hofstetter wieder das grossartige «Live on Ice» im Innenhof des Zürcher Landesmuseums. Eine Winter- und Weihnachtswelt zum Schlittschuhlaufen und gemütlichem Beisammensein – etwas ganz Besonderes für Gross und Klein mitten in der Stadt! Auch ist das kürzlich neu eröffnete, vergrösserte Landesmuseum sicherlich ein Geheimtipp hinsichtlich diverser Ausstellungen. Ich persönlich bin zudem ein Fan der ZHdK sowie der Photobastei, denn dort gibt es auch immer wieder Neues zu entdecken und zu erleben.

Nur wer gut ausgerüstet ist, kann den Schweizer Winter auch in vollen Zügen geniessen. Sie sind Experte. Was darf Ihrer Meinung nach bei einem Winterausflug ins Freie auf keinen Fall fehlen? 

Das kommt natürlich darauf an, was geplant ist. Sicherlich ist heutzutage immer das Handy dabei (lacht). Nein, so schade es manchmal auch sein mag, dass man immer erreichbar ist, ist das Handy (mit vollem Akku) gerade für Winterausflüge ins Freie, bei welchen man auch von Wetterumschwüngen überrascht werden kann, schon wichtig. Und in Gebieten ohne Empfang sollte man auch ein GPS-Gerät oder zumindest eine Karte mitführen. Des Weiteren empfehle ich gerade für Ski- oder Freeride-Touren immer einen Lawinenairbag. Schliesslich weiss man – selbst bei bester Planung – nie, was passieren könnte.

Was ist Ihrer Meinung nach die innovativste und aufregendste Produktneuheit dieses Winters? 

Ein Produkt-Highlight dieses Winters ist, meiner Mei-nung nach, Black Yak. Die südkoreanische Marke hat, in Zusammenarbeit mit der DNS aus Adliswil, eine Kollektion entworfen, die speziell auf den europäischen Markt zuge-schnitten ist und über viele innovative Features verfügt.

 

 

 






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