Hoch auf den Gipfel


Ruedi Thomi ist eine Koryphäe in Sachen Outdoors. Der Marketing-Mann bei TRANSA ist nicht nur ein begeisterter Wanderer, sondern auch ein leidenschaftlicher Landschaftsfotograf. Im Interview erzählt er aus seinem Wanderleben und verrät Tipps zum Thema Sicherheit am Berg: 


Wie wurdest du selbst zum Wandervogel? 

In jungen Jahren waren meine Frau und ich begeisterte Bergsteiger. Dass aus unseren grossen Bergtouren später immer mehr Bergwanderungen wurden, lag an unserem ersten Hund. Als leidenschaftlicher Landschaftsfotograf bin ich oft auch in den frühen Morgenstunden unterwegs.

Was begeistert dich am Wandern? 

Am Wandern begeistert mich vor allem, wie unkompliziert man diese Sportart ausüben kann. Die gesamte Infrastruktur mit all ihren bestens unterhaltenen und signalisierten Wanderwegen steht in der Schweiz flächendeckend und kostenlos zur Verfügung.

Warst du schon in einer prekären Situation am Berg? 

Als Bub stieg ich vor vielen Jahren einmal alleine im weg-losen, schroffen Gelände zur Kaiseregg hoch. Plötzlich kam ich nicht mehr weiter. Der Nebel war dicht und ich bekam panische Angst. Ich teilte dann den Rückzug in ganz kleine, überschaubare Etappen von wenigen Metern ein und stand bald wieder auf dem sicheren Wanderweg.

Als Bergsteiger und Skitourengänger bin ich es gewohnt, meine Touren auf der Karte, verbunden mit dem Wetterbericht, sehr gut vorzubereiten. Ich kenne daher auch keine unliebsamen Überraschungen mehr, wenn ich mich auf Berg- oder Wanderwegen bewege.

Sicheres Wandern beginnt bei der Planung. Worauf achtest du beim Zusammenstellen einer Route? 

Als Fotograf ordne ich meine Tourenplanung vor allem den Lichtverhältnissen unter. Oft starte ich lange vor dem Sonnenaufgang mit der Stirnlampe, um dann beim ersten Licht an der vorgesehenen Stelle zu sein. Mögliche Gefahren kann ich durch die langjährige Erfahrung und eine gesunde Selbsteinschätzung sehr gut managen. Wenn ich alleine unterwegs bin, informiere ich immer jemanden über meine Tour. Wenn ich mit anderen unterwegs bin, plane ich die Tour nach dem schwächsten Mitglied der Gruppe.

Auf dem Papier sieht alles einfach aus. Wie schätzt du eine Route richtig ein? 

Ich vergleiche immer wieder die reellen mit den zu erwartenden Verhältnissen, in denen ich unterwegs bin. Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die Entwicklung des Wetters. Bei anspruchsvolleren Touren habe ich auch immer Ausweich- und Rückzugsrouten vorbereitet.

Nur mit der richtigen Ausrüstung ist man erst bereit für den Berg. Was darf bei dir nicht fehlen? 

Einmal abgesehen von meiner Fotoausrüstung, sind die Schuhe das Wichtigste. Je nach Tour sind es feste Bergschuhe oder leichte Trail-Runningschuhe mit sehr griffigen Sohlen. In meinem ‘Pflichtbeutel’ befinden sich ein Poncho aus Nylongewebe, den ich auch für ein Notbiwak verwenden könnte, ein leichtes Daunengilet, ein Paar Handschuhe, eine Wollmütze und eine Garnitur Ersatzwäsche. In einem wasserdichten Beutel habe ich das geladene Handy im Stromsparmodus, einen Kartenausschnitt, den Geldbeutel, Streichhölzer und eine kleine Notfallapotheke gepackt. Ausserdem trage ich zweckmässige Bekleidung im ‘Schichtenprinzip’ je nach Wetterlage und Routenwahl.

Was ist dein persönliches Lieblingsstück? 

Das ist mein wasserdichter Rucksack mit Rollverschluss. Er schützt auch meine teure Fotoausrüstung bei jedem Wetter.

Es gibt so viele verschiedene Hersteller. Aber wie wählt man die richtigen Produkte aus? 

Die beste Voraussetzung für die Wahl der zweckmässigsten Ausrüstung ist eine gute Beratung durch Leute, die selbst grosse Outdoorerfahrung haben. Erst wenn sie deine Bedürfnisse genau kennen und auch ein entsprechend vielseitiges Sortiment zur Verfügung haben, sind sie in der Lage, die richtigen Produkte zu empfehlen. Gerade bei Schuhen, Bekleidung generell oder auch bei der Wahl des richtigen Rucksackes ist die Anprobe oft entscheidend.

Sicherheit ist bei TRANSA ein grosses Fokusthema. Wie engagiert sich TRANSA in Sachen ‘sicheres Wandern’? 

TRANSA deckt vor allem den Ausrüstungsteil des Sicherheitsaspektes ab. Wer zweckmässig ausgerüstet ist, geht beim Wandern ein geringeres Risiko ein. Die VerkaufsberaterInnen geben aber auch gerne ihre eigenen Erfahrungen und Wandertipps im Beratungsgespräch weiter. Zudem arbeitet Transa bereits seit mehreren Jahren mit den

‘Schweizer Wanderwegen’ zusammen und unterstützt deren Kampagne ‘Sicher Bergwandern.’

Wo in der Schweiz wanderst du am allerliebsten? 

Da ich in der Region Thun wohne, bin ich zumeist auf den Bergwegen im Berner Oberland und im Wallis anzutreffen. Eine meiner absoluten Lieblingstouren ist die Höhenwan-derung vom Gurnigelpass zum Stockhorn.






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