Schaufenster 17 –Herbst 2017

1.Platz

Markus Casutt

Foto: Caumasee bei Nacht

Photographer:
«Der vielleicht bekannteste Schweizer Bergsee, der Caumasee, so wie ihn wenige bisher bestaunen konnten. Fotografiert unter leuchtendem Sternenhimmel.»
Jury: «Der Fotograf nimmt zwei beliebte Sujets –den Caumasee und einen Sternenhimmel – und zeigt sie uns auf völlig neue Weise. Er wagt es, mit den Regeln zu brechen, kombiniert künstliches mit natürlichem Licht und überrascht damit den Betrachter.»

2.Platz

Michael Moeser

Foto: Auf alltäglichen Wegen

Photographer: «Das Foto entstand auf meinem allmorgendlichen Arbeitsweg, im Zuge dessen ich am Bahnhof von Luzern immer Menschen beobachte. Ich bin fasziniert, wie sie in der Eile an einander vorbeilaufen, ohne sich gegenseitig wahrzunehmen. Das wollte ich in der Aufnahme mit Hilfe des Geistereffekts veranschaulichen.»
Jury: «Wir kennen den Widerspruch: Wir sind alleine an einem Ort voller Menschen, unsichtbar inmitten des geschäftigen Treibens. Die Langzeitbelichtung verleiht dem belebten Ort ein Gefühl der Ruhe und blendet die Menschen aus, als wären sie eigentlich gar nicht präsent.»

3.Platz

Jürg Homberger

Foto: Belvédère

Photographer: «Nachtaufnahme des altehrwürdigen, historischen Hotel Belvédère beim Rhonegletscher am Furkapass. Das Hotel wurde 1892 von der Hotelierdynastie Seiler aus Zermatt erbaut und ist seit drei Jahren leider geschlossen. Die Aufnahme entstand bei völliger Dunkelheit und besteht aus zwei Langzeitbelichtungen.»
Jury: «Dieses Bild spielt mit dem Cliché einer von Menschhand geprägten Naturlandschaft. Das Gebäude überblickte einst den Gletscher, doch bewegte sich dieser weiter und liess das Hotel im Leeren stehen, wie einen nutzlosen Gegenstand. Heute ist der Glanz verblasst und man fährt einfach am einstigen Schmuckstück vorbei.»

Schaufenster 16 – Summer 2017

1.Platz

Roland Steffen

Foto: Strahlen

Roland: «Wir sind vier pensionierte Hobbyfotografen, die wöchentlich eine Wanderung in den Regionen Oberbaselbiet und Solothuner Jura unternehmen. Im Frühjahr und im Herbst suchten wir die Nebelgrenze und fanden sie in Wiesen (SO). Dort entstand das Bild, als die Sonne den Nebel hinter einer Baumgruppe durchbrach. Am Fotografieren reizt mich das Gestalten. Ich fotografiere am liebsten Menschen, liebe jedoch die Abwechslung.»
Jury: «Als Betrachter bleibt man an diesem Bild hängen; schaut zwei Mal hin. Es ist mystisch, stimmungsvoll; gibt nicht alles sofort preis.»

2.Platz

Lukas Moesch

Foto: Old Tree

Lukas: «An der Fotografie reizt mich, spezielle und einzigartige Stimmungen in der Natur einzufangen. Sie ist für mich ein völliges Kontrastprogramm zum Alltag und gibt mir die Möglichkeit, abzuschalten. Meistens habe ich eine gewisse Bildidee und beginne nach geeigneten Orten zu suchen. Viele finde ich per Zufall beim Überfliegen der Schweizer Karte. Andere kenne ich von bekannten Fotografen. Generell stehe ich aber erst am Anfang meiner Entdeckungen der Schweiz. Die gezeigte Aufnahme ist eine Einzelbelichtung, die Ende April entstand. Selten hat man die Chance, eine so schön verschneite Landschaft vor der Frühlingsmilchstrasse zu fotografieren. Die Schwierigkeit lag darin, in der Dunkelheit einen Vordergrund zu finden und diesen mit dem Sternenzelt zu kombinieren.»
Jury: «Unter einem Dach aus Sternen ist der Mensch klein; ein winziger Teil des Universums. Das lässt dieses Bild mit seiner schönen Komposition spüren.»

3.Platz

Dominik Widmer

Foto: Neue Perspektiven

Dominik: «Eher zufällig fuhr ich nach einigen Aufnahmen in der Rheinschlucht, die wegen des schlechten Wetters zu wünschen übrig liessen, um 23.00 Uhr noch in Richtung Filisur. Auf dem Parkplatz fiel mir die imposante Beleuchtung des Landwasserviaduktes auf und so wanderte ich durch den düsteren Wald zu dessen Füssen und konnte beinahe nicht mehr aufhören, dieses 115-jährige Bauwerk zu fotografieren. Am Fotografieren liebe ich die Möglichkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu zeigen, als sie die meisten Menschen sehen. Am meisten reizen mich «Lost Places» und die Geschichten dahinter. Es ist echt beeindruckend, wie diese Orte von der Natur regelrecht verschlungen werden.»
Jury: «Durch die Darstellung der Aufnahme in schwarz/weiss reduziert sich das Bild auf das Wesentliche. Es blendet alles andere aus. Auch die Perspektive erzeugt eine stimmige und grafische Momentaufnahme des wohlbekannten Landwasserviaduktes.»

Schaufenster 15 – Spring 2017

1.Platz

Tim Hughes

Foto: Alter Silvester

Tim: «Ich habe das Bild am 13. Januar 2017 aufgenommen, jenem Tag, an dem in Urnäsch der alte Silvester mit dem Brauchtum der Silvesterkläuse gefeiert wird. Als Papst Gregor XIII seine Kalenderreform einführte, wollten die Appenzeller nichts von dieser Neuerung wissen und hielten auch am alten Kalender fest. Bis heute wird das neue Jahr in Urnäsch so zwei Mal eingeläutet – am 31. Dezember und am 13. Januar. Dieses Mal zogen die Silvesterkläuse inmitten eines Schneesturmes von Hof zu Hof! Dieses geschäftige Treiben und das Läuten der Glocken wollte ich mit meinem Bild einfangen.»
Jury: «Wir haben schon viele Bilder dieses einzigartigen Festes gesehen, aber diese Aufnahme hat einen speziellen Reiz. Sie lässt uns nur erahnen, was vorgeht und widerspiegelt trotzdem das Wesentliche: die Kälte, die Treichlen, die Tschupels mit den holzgeschnitzten Figuren aus der Familiengeschichte: Just beautiful!»

2.Platz

Katja Valentino

Foto: Illuminati

Katja: «Es war ein Morgen im Dezember. Die Sonne war bereits hinter den Bergen hochgestiegen, die den Lago di Lugano umranken. Erste Strahlen beleuchteten die beiden Segelboote, während der Hintergrund noch in Nacht und Nebel gehüllt war. Wie immer hatte ich meine Canon 6D und ein Objektiv mit einer Festbrennweite von 100 mm dabei, jedoch weder ein Stativ, noch ein Zoomobjektiv zum Wechseln. Trotzdem machte ich das Bild.»
Jury: «Dieses Bild deutet seine Geschichte nur an. Der Rest ist unserer Fantasie überlassen. Monochrom, in Nebelschwaden gehüllt, wird uns eine Landschaft gezeigt – aber nur ansatzweise. Im Vordergrund haben sich zwei Segelschiffe aus dem Dunst gelöst. Eine geheimnisvolle Story!»

3.Platz

Frédéric Diserens 

Foto: Piz Palü

3

Frederic«Berggasthaus Diavolezza auf 3’000 M. ü. M. kurz nach Mitternacht: Die Höhe lässt mich nicht schlafen. Der Kopf dröhnt. Im Viererzimmer ist es zu warm. Also Fenster auf… Die Wolken haben den Blick auf den Piz Palü wieder freigegeben. Der Mond erhellt die schneebedeckten Berge. Sterne leuchten am Himmel. Die Kamera muss her! Stativ auf das Fenstersims, den richtigen Bildausschnitt gewählt und schon ist das Bild im Kasten und die Erinnerung an eine fast schlaflose, aber wunderbare Nacht bleibt.»
Jury: «Die Nachtaufnahme des Piz Palü hat einen speziellen Reiz. Erst beim zweiten Hinsehen offenbaren sich die Sterne. Die schneebedeckten Berge haben etwas Majestätisches und zugleich Geheimnisvolles.»

Schaufenster 14 – 03/2016

1.Platz

Dawna Müller

Foto: Timeless Travel

Dawna: «Die vormittägliche Hektik am von Santiago Calatrava gestalteten Bahnhof in Luzern, ruft eine längst vergangene Ära in Erinnerung, als das Reisen noch zeitlos war. Ich war auf der Suche nach einem Bild, das dieses Gefühl ausdrücken konnte und wollte den Bahnsteig voller Menschen zeigen, die in alle Himmelsrichtungen aufbrechen. Dafür benötigte ich zuallererst eine Genehmigung. Dann musste ich eruieren, wann genau zwei Züge gleichzeitig auf meinem ausgewählten Gleis eintreffen würden. Plötzlich war es soweit: Show Time! Und ich schaffte es tatsächlich, die Szene so festzuhalten, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Für mich symbolisieren Zugreisen Abenteuer – und repräsentieren somit meine grösste Passion.»
Jury: «Es ist spannend, auch einmal ein urbanes Bild zu sehen – nicht immer nur Berge und Kühe! Auch das ist die Schweiz… Dieses Bild ist technisch hervorragend. Das Schwarz-Weiss abstrahiert. Die Komposition ist gelungen.»

2.Platz

Fabio Antenore

Foto: Saoseo Night

Fabio: «Diese Aufnahme der Milchstrasse habe ich am Lago di Saoseo gemacht, als ich mit meiner Partnerin – wie so oft – unter dem Sternenhimmel in den Bergen übernachtete. Das Bild besteht aus drei verschiedenen Belichtungen und wurde mit der Nikon D810 und dem Objektiv Sigma Art 20mm 1.4 gemacht, später mit Abobe Lightroom entwickelt und mit Photoshop zusammengesetzt. Ich bin fasziniert von Nachtaufnahmen, Timeblendings sowie hyperrealen Landschaftsaufnahmen und veranstalte auch regelmässig Workshops zu diesen Themen.»
Jury: «Das ist Fotografie! Dieses Foto ist nicht nur eindimensional, sondern hat verschiedene Ebenen. Diese machen das Bild spannend, überraschend und emotional – kurzum: Eine wunderschöne, technische Nachtaufnahme.»

3.Platz

Alexandra Keuning-van Leeuwen

Foto: Where to find stillness

Alexandra: «Ich habe dieses Bild während eines Workshops mit Viewfinder Center in Göschenen aufgenommen. Wir sind die Felsen hinunter zum Flussbett geklettert und haben das Stativ unweit einer alten Steinbrücke in das Wasser gestellt. Matt, unser Lehrer, lieh mir seinen Big Stopper Lee Filter und ich konnte so einen wunderbaren Kontrast zwischen dem weichen Wasser und den schroffen Felsen realisieren. Es war später gar nicht so leicht, wieder hochzuklettern, doch das war die Mühe wert!»
Jury: «Dieses Bild hat eine schöne Dynamik mit der Brücke, die einen Bogen schlägt und dem rauschenden Fluss, der unten durchfliesst. Durch die Langzeitbelichtung ist es auch technisch sehr interessant.»

Schaufenster 13 – 02/2016

1.Platz

Romaine Müller

Foto: All lights on the Matterhorn

Romaine: «When the landscape turns into a stage and the sun becomes its spotlight… then the Matterhorn grabs all the attention and becomes the star of the show. I took this photo in late autumn in Zermatt. Autumn is a special time of the year in my home village, because the sun hits the village and the surrounding mountainscapes at a particularly interesting angle, creating a spectacle almost every day.»
Jury: «We have seen the Matterhorn a thousand times, but never like this! The black and white colouring creates beautiful tension.»

2.Platz

Roland Brunner

Foto: When the morning dust lifts

Roland: «We had planned this tour for a long time. After a rainy night in the tent at Seenalperseeli, the fog began to lift early in the morning, revealing a first glimpse of Chronenstock. Only then did we realise how close we were to the actual rock face. The mystical atmosphere was incredible. The morning light accentuated the rifts and crevasses beautifully. It was a sight I wanted to capture in my picture.»
Jury: «A fascinating »

3.Platz

Simone Cmoon

Foto: Windy morning

Simone: «Winds of up to 90 km/h made it difficult to sleep or take photos at Wildsee on the Pizol. You can see how windy it was if you look at the tent. I was worried it might be blown away, so I weighed the pegs with rocks. The pay off came the next morning in the form of a beautiful sunrise»
Jury: «The tent is surprising. This picture tells a story.»

Schaufenster 12 – 01/2016

1.Platz

Raphaela Meyer

Foto: Milchstrasse über dem Piz Beverin

Raphaela: «Das Foto entstand beim Pascuminersee in Graubünden in einer sternenklaren Nacht. Es war das erste Mal, dass ich ein Foto so genau geplant habe – mit einer App habe ich die genaue Position der Milchstrasse ermittelt. Ich war mutterseelenallein auf ca. 2’000 m ü.M. und es war eiskalt. Aber dieses Foto war es mir wert! Es gäbe noch einiges zu verbessern, aber für mich bedeutet dieses Foto trotzdem viel, da es den Anfang meiner Faszination zum Sternenhimmel darstellt.»
Jury: «Ein sensationelles Bild, das uns etwas entdecken lässt, das ansonsten verborgen bliebe.»

2.Platz

Melanie Weber

Foto: Chuelischwiz-Idylle

Melanie: «Der Engstlensee ist die perfekte ‘Chuelischwiz-Idylle’! Das Bild entstand an einem Sommertag, an dem es mich im Zuge einer Bergwanderung zuhinterst ins Gental verschlug. Zum Glück hatte ich die Fotoausrüstung dabei. Zu früher Stunde waren noch keine anderen Leute am Ufer – die schöne Stimmung musste ich einzig mit den Kühen teilen.»
Jury: «Ein erfrischendes Bild, dessen ungewöhnliche Perspektive uns direkt am Geschehen teilhaben lässt.»

3.Platz

Susanne Mächler

Foto: Patrouille Suisse

Susanne: «Dieses Foto entstand in Emmen, wo die Patrouille Suisse auf dem Weg zum Lauberhornrennen mit der A320 unmittelbar an uns vorbeiflog. Ich war eigentlich nur zufällig vor Ort, doch fotografiere ich für mein Leben gerne und habe meine Kamera immer mit dabei.»
Jury: «Manchmal ist perfektes Timing eben alles!»

Schaufenster 11 – 06/2015

1.Platz

Galina Schmajew

Foto: Winterwunderland

Galina: «An einem Wochenende im Wallis war es das Hauptziel, mit Freunden Skifahren zu gehen. Die Kameraausrüstung war natürlich trotzdem im Gepäck, gerade weil ich auf Nachtaufnahmen der Aletschgletscher-Umgebung unter dem Sternenhimmel hoffte. Diese waren am ersten Tag allerdings nicht umzusetzen, da es unaufhörlich schneite und auch samstags sah es tagsüber nicht besser aus. Unerwarteterweise klarte es dann doch in den Abendstunden auf und wir kämpften uns durch den Neuschnee, um einige Aufnahmen zu machen. Zuerst lag mein Fokus auf dem Dorf Riederalp im vorbeiziehenden Nebel, bis sich auf der anderen Seite der Piste dieser Blick auf die Riederfurka bot. Für mich vereint das Bild alle Elemente eines Traumwunderlandes: Die Lichtstimmung mit dem durch Langzeitbelichtung erreichten einzigartigen Blau (was ein bisschen an die Traumnovelle von Schnitzler erinnert), die scheinbar ins Nichts verlaufenden Fussspuren entlang des verlassenen Schlosses im Vordergrund und dahinter der aufsteigende geheimnisvoll-silbrige Wald. Bei dem nächsten Schneesturm bzw. am nächsten Morgen blieb von dieser Mystik nur noch diese Aufnahme.»
Jury: «Die Riederfurka sieht beinahe aus wie ein Modell. Ein stimmungsvolles Bild, welches ein Kino im Kopf auslöst»

2.Platz

Roland Imi

Foto: Der Kuhhirte

Roland: «Im Herbst hing dicker Nebel über Schänis. Als er plötzlich auflockerte, sah ich einen Bauern, der sein Vieh bestellte und fragte, ob ich ein Bild machen dürfe. So ist die Aufnahme dieses stolzen Kuhhirtens entstanden. »
Jury: «Eine Komposition mit zentriertem Subjekt kann langweilig sein. Nicht so in diesem Fall! »

3.Platz

Geri Geranmayeh

Foto: 5 aus 550’000

Geri: «Wie viele Milchkühe gibt es in der Schweiz? 550’000 lautet die Antwort ohne Gewähr. An einem regnerischen Nachmittag in Oberhelfenschwil im Toggenburg habe ich mittels Stitching-Verfahren 5 aus 550’000 abgelichtet»
Jury: «Das Bild sticht aus der Masse, ist lustig und überraschend. Es erinnert uns an einen Appenzeller Scherenschnitt!»

Schaufenster 10 – 05/2015

1.Platz

Monika Huber

Foto: Colours in the City

Monika: «In einer Stadt muss nicht zwingend alles grau in grau sein! Das belegt dieses Bild, welches in der Nähe der Roten Fabrik in Zürich aufgenommen wurde. Der Gegensatz des idyllischen Zürichsees zu den wilden Farben der Graffitis hat mich in diesem Moment inspiriert.»
Jury: « Ein Bild, das Spass und Jugend vermittelt. Auch wenn die Farben fast schon kitschig wirken, hat uns dieses Bild einfach nicht losgelassen.»

2.Platz

Anna Fürderer

Foto: Meer-Feeling in der Schweiz

Anna: «Dieses Foto entstand im Spätherbst in Sils im Engadin. Auf dem Heimweg nach einem wunderschönen Wandertag hielten wir beim Silsersee an. Am Kiesstrand hatten wir den Wind im Gesicht und das wunderschöne Licht und ‘Treibgut’ vor Augen – fast wie am Meer! Ein unvergesslicher Sonnenuntergang!»
Jury: «Der Titel ist schon vielversprechend und das Bild erinnert uns tatsächlich an ein Meer und nicht einen See. Sogar die Wolken sehen aus wie eine Möwe!»

3.Platz

Patrick Fürholz

Foto: Spiegelung

Patrick : «Nicht nur im Wasser lassen sich Spiegelungen einfangen! Während meiner Mittagspause wollte ich mein neues Objektiv testen. Eigentlich ist die Mittagszeit nicht die beste Zeit, um Fotos zu schiessen. Als ich jedoch zum Prime Tower in Zürich kam und die Spiegelung der Sonne und Wolken in den Scheiben entdeckte, wusste ich, dass es keine Regel ohne Ausnahmen gibt. Ich war fasziniert, wie sich das Gebäude fast nahtlos in den Himmel einfügte.»
Jury: «Ein grossartiges Stadtbild, das den Prime Tower aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel zeigt!»

Schaufenster 9 – 04/2015

1.Platz

Roland Imi

Foto: Auf dem Aletschgletscher

Roland: «Als jemand, der sich für die Geschichte der Fotografie interessiert, versuche ich gerne, die Stile von Meister¬fotografen in auserwählten Lokalitäten nachzuahmen. In diesem Falle war ich mit einer Seilschaft am Grossen Aletschgletscher unterwegs und sah in der Ferne eine weitere Gruppe, die mich an die Arbeiten des Frühpio¬niers alpiner Fotografie, Auguste Bisson, erinnerte. Ich hatte zwar nur meine kleine Sony Taschenkamera mit, konnte jedoch diese Aufnahme realisieren. Später wandelte ich das Bild auf Schwarz-Weiss um und passte den Bildausschnitt an. Ich hoffe, damit Auguste alle Ehre erwiesen zu haben.»
Jury: « Eine fantastische Komposition; aufgewertet durch gute Bildbearbeitung. Jeder Blick offenbart neue Details über Elemente am Gletscher oder die abgebildeten Menschen.»

2.Platz

Patrick Itten

Foto: Churfirsten

Patrick: «Die Wettervorhersagen prophezeiten ein Gewitter. So machten wir uns auf den Weg, um die Dramatik der aufziehenden Wolken bildlich festzuhalten. Nach dem Mittag stiegen wir weiter hoch, um in einem Bild die drei Churfirsten mit der dahinter liegenden Gebirgskette aus-zurichten. Die steilen Felswände und die scharfen Zacken faszinieren mich immer wieder von neuem und erinnern mich daran, in welch schönem Land wir leben!»
Jury: « Es sind die Farben und die Schlichtheit, die diese Aufnahme einzigartig machen. Wir können Emotion in den Wolken spüren.»

3.Platz

Christian Küng

Foto: Verzasca by Night

Christian: «Dieses Bild entstand im Frühsommer, während eines Ausfluges im Verzascatal. Für mich ist das Tal ein magischer Ort von unbeschreib¬licher Schönheit, der im Kontrast zu seiner schroffen Umgebung steht. Mit diesem Bild versuche ich, dem Betrachter diese besondere Atmosphäre zu vermitteln. Durch Langzeitbelichtung erzielte ich eine surreale Stimmung, die dem blossen Auge verborgen bleibt. Hart und weich zugleich.»
Jury: « Ein perfektes Zusam¬menspiel der Kontraste; ein Foto mit mysteriöser Magie. Ein zauberhafter Fluss!»

Schaufenster 8 – 03/2015

1.Platz

Philipp Salzborn

Foto: Steg bei Weggis

Philip: «Morgenstund hat Gold im Mund, heisst es. Ich wollte unbedingt einen Bootssteg fotografieren, wusste aber nicht, wo. Eines Morgens fuhr ich entlang des Vierwaldstättersees und wurde in Weggis fündig. Das Foto spiegelt die wunderbare Ruhe am Morgen wider, für die es sich wirklich lohnt, zeitig aufzustehen.»
Jury: «Eine klassische Komposition, deren einfacher Aufbau Wirkung zeigt. Eine unendliche Stille breitet sich aus; berührt uns: da möchten wir selbst gerne sein.»

2.Platz

Diana Brasey

Foto: Dancing Birds

Diana: ««Dieses Foto entstand am frühen Morgen am Bürkliplatz. Zuvor hatte ich den Sonnenaufgang am See fotografiert und war schon an der Tramhaltestelle, um ins Geschäft zu fahren. Plötz- lich ‘tanzten’ die Möwen, wie verrückt, am Himmel – ich konnte nur noch schnell mein Handy zücken. Heute noch bekomme ich Gänsehaut, wenn ich dieses Foto ansehe.»
Jury: «Ein cooler Snapshot. Das Bild zeigt, dass ein Foto nicht immer geplant sein muss. Manchmal genügt es, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein – und eine Kamera dabei zu haben.»

3.Platz

Peter Ensrud

Foto: The last snow

Peter: «Hier im Rheintal hat uns der vergangene Winter ein paar schöne Tage beschert – und da ich diesen Sommer die Schweiz verlasse, war dieser Schnee wahrlich der letzte für mich für eine lange Zeit. Ich werde dieses schöne Land vermissen.»
Jury: «Ein Postkarten-Klischee, doch das Warten des Fotografen auf das richtige Licht hat sich gelohnt. Die ruhige Komposition erweckt beinahe wieder Sehnsucht nach Schnee.»

Schaufenster 7 – 02/2015

1.Platz

Sharon Holenstein

Foto: Wenn ich gross bin

Sharon: «Dieses Foto entstand, als ich meinen zwei liebsten Hobbies nachkam: mit meinen Töchtern spazieren zu gehen und zu fotografieren. Wir folgten dem Weg von unserem Haus zum Nachbarsort Niederhelfenschwil und hielten unter den mächtigen, alten Bäumen an. Als die Kinder zu spielen begannen, wurde mir erst bewusst, wie winzig sie im Vergleich zu den Natur-
giganten waren.»
Jury: «Diese Fotografie besticht besonders durch seine Formen. Die kahlen, leicht verschneiten Bäume vermitteln eine typische Winterstimmung.»

2.Platz

Monika Huber

Foto: Innere Kraft

Monika: «Dieses Foto habe ich in Einsiedeln aufgenommen. Wir entschieden uns, den Kreuzweg nach oben zu gehen. Oben war niemand. Es gab nur die Jesusstatue, die auf mich herunterblickte. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, dass alles möglich ist. Dieser Moment gab mir innere Kraft und ich wollte dies festhalten.»
Jury: «Dieses Bild strahlt etwas Geheimnisvolles aus. Das besondere Licht und die Wolken im Hintergrund passen sehr gut zum Sujet.»

3.Platz

Philipp Salzborn

Foto: Girls…

Philipp: «Das Foto entstand während einer Schneeschuhtour mit Freunden auf Wirzweli. Nachdem der Himmel zuerst bedeckt war, öffnete sich die Wolkendecke später und es wurde ein wunderbarer Tag. Offensichtlich ganz zur Freude der Mädchen.»
Jury: «Ein sehr fröhliches und technisch perfektes Winterbild. Die Bewegung vermittelt die aktive und sportliche Seite des Winters.»

Schaufenster 6 – 01/2015

1.Platz

Peter Ensrud

Foto: Mysteriöser Mond über dem Toggenburg

1stplace_JohannesBertch_Winter lurking around the corner

Peter: «Dieses Foto entstand in einer kalten Nacht am See in der Nahe von ‘Wildhaus.’ Der Nebel schlängelte sich durch das Tal und doch schaffte es das Licht des Mondes, das Grau zu durchbrechen und durch die Baumkronen zu scheinen. Die Farben, die Frische und die Geräusche aus dem Wald werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.»
Jury: «Tatsächlich ein sehr mysteriöses Bild. In ihrer Einfachheit eine schöne Komposition mit emotionaler Stimmung. Gelungen in der
Ausführung. Bravo!»

2.Platz

Corinne Kunz

Foto: Alpsteinmassiv im Winter

See der Stille

Corinne: «Unterwegs mit meinen Schneeschuhen habe ich dieses Bild von der Alp Wartegg im Alpstein gemacht. Ich stand auf dem gegenüberliegenden Hügel und war fasziniert vom Lichtspiel und der Ruhe, welche die Szenerie ausstrahlte. Mir gefiel der Gegensatz der schroffen Felswände der nördlichen Alpsteinkette zur lieblichen Alp.»
Jury: «Eine eindrückliche Komposition mit wundervollem Licht-Schattenspiel. Eine magische Felswand. Sehr schön in Szene gesetzt.»

3.Platz

Anna Fürderer

Foto: Engadin im Herbst

Anna: «Dieses Bild ist während des Herbsturlaubs im Engadin entstanden und zeigt Lai da Palpuogna. Der Tag wurde als ‘bester Tag’ der
Woche angekündigt. So brachen wir schon früh auf und hatten wirklich Glück – für ungefähr 30 Minuten schien die Sonne. Um die Spiegelung einzufangen, verwendete ich einen Graufilter und erstellte aus einem Stück Holz ein provisorisches Stativ.»
Jury: «Ein gelungenes Cliché, das den Betrachter aufgrund der extrem starken Farben und der schönen Seespiegelung für sich einnimmt.»

Schaufenster 5 – 06/2014

1.Platz

Johannes Bertsch

Foto: Winter lurking around the corner

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Johannes: «Dieses Foto entstand während einer 3-tägigen Fotoreise durchs Engadin. Eine Tour wie diese plane ich jedes Jahr als Abwechslung zu meinem Alltag als ‘User Experience Designer.’ Nach einer unglaublichen Vollmondnacht mit Timelapse-Fotos vom Piz Bernina, folgte am nächsten Tag eine gemütliche Wanderung zum Saoseo See in Val di Campo. Dort stiessen wir auf eine Landschaft, wie aus einer anderen Welt: ein tiefblauer alpiner See, umgeben von herbstlich gelben Lärchen und frisch verschneiten Bergen»
Jury: «Die Komposition dieses Bildes ist grossartig – es ist nicht nur farblich harmonisch und wundervoll durchdacht, sondern zeigt auch den See aus einem spannenden Blickwinkel»

2.Platz

Patrick Itten

Foto: See der Stille

See der Stille

Patrick: «Bei einer Familien-Bergtour wollte ich die wunderschönen Reflexionen auf dem Fälensee (AI) einfangen und habe dabei den wohl grössten Schmetterling der Welt fotografiert. Sehen Sie ihn auch? Als dann noch ein Junge auf den Stein am Ufer kletterte und damit der ganzen Szenerie einen Grössenmassstab verlieh, war das Foto perfekt.»
Jury: «Ein dramatisches Bild mit Symmetrie, kreativer Komposition und starker Emotion.»

3.Platz

Pedro Nunez

Foto: Emmenthal

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Pedro: «Dieses Foto entstand im Oktober 2010 während eines Wochenendes mit Freunden in einem einstigen Bauernhaus im Emmental. In der Nacht zuvor war der erste Schnee des Jahres gefallen. Ich stand früh auf und machte diese Aufnahme mittels Stativ. Es herrschte vollkommene Stille. Nur das Läuten von Kuhglocken war in der Ferne zu hören.»
Jury: «Dieses Foto widerspiegelt die Essenz der Schweiz und ruft Kindheitserinnerungen wach. Die Schichten-Komposition lässt immer wieder Neues erahnen.»

Schaufenster 4 – 05/2014

1.Platz

Peter Ensrud

Foto: Milchstrasse über Appenzell

Peter: «Ein toller Abend unter einem leuchtenden Sternenhimmel. Das Appenzellerland ist sehr schön. Ich liebe es auch am Tage, doch wenn die Sonne schlafen geht und die Sterne blinken, dann bin ich wirklich überglücklich. Während alle anderen schliefen, fotografierte ich die ganze Nacht diese traumhafte Milchstrasse. Es war nass und kalt, ich war alleine, doch diese Momente waren ganz besondere. Der Säntis, die Sterne – so viele Sterne! Die Schweiz ist ein so wunderschönes Land!»
Jury: «Lucy in the Sky with diamonds… Die Appenzeller Milchstrasse – ein faszinierendes Bild mit viel Emotion. Ein fantastischer Himmel, ein tolles Panorama, perfekte Farben – ein Bild zum Verlieben!»

2.Platz

Severin Jakob

Foto: Bahnhof auf 3’454 m.ü.M.

Severin: «Das Bild entstand auf dem Weg zum Jungfraujoch. Nach der Kleinen Scheidegg hält die Bahn zwei Mal bei Aussichtspunkten. Beim ersten Halt stiegen alle aus, konnten jedoch nichts erkennen, weil der Nebel zu dicht war. Beim zweiten Halt stiegen dann nur noch einige wenige Leute aus. Gerade, als ich dort beim letzten Fenster nach rechts sah, lichtete sich die Nebeldecke und ich konnte dieses Bild machen.»
Jury: «Der Bahnhof Jungfraujoch – einfach und doch ganz spektakulär und mit Emotionen geladen. Jeder Blick erhascht Neues.»

3.Platz

Philipp Salzborn

Foto: Blue Mountains

Philipp: «Blaue Stunde in den Berner Alpen, Grindelwald. Das Bild wurde während eines ‘Mountain Sports Workshops’ mit Dan und Janine Patitucci gemacht. Nach dem Abendessen war die Stimmung ganz besonders – das fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wenn ich in den Schweizer Alpen bin. Mit meiner X100 machte ich einige Aufnahmen, doch diese war mein Favorit.»
Jury: «Ein beeindruckendes Fenster in die Schweizer Alpenwelt mit ihren Gipfeln unter dramatischem Himmel. So viele unterschiedliche Blautöne, die jedoch alle perfekt harmonieren.»

Schaufenster 3 – 04/2014

1.Platz

Sean White

Foto: Gasse zum Trychelzug

Sean: «Das Foto wurde während eines morgendlichen Streifzugs durch Zürich geschossen. Beim Vorbeigehen fiel mir plötzlich dieser imposanter Eingang zum Hof des Appenzellerhauses auf. Bei näherer Betrachtung gingen die Türen auf. Diese offenbarten diese eindrückliche Widmung an die schweizerische Tradition des Trychelns. Der Klang der Glocken und ihre einzigartige Gestaltung bewegten mich sogleich, das Bild zu machen. Selbst Wochen danach verbinde ich das Foto augenblicklich mit meiner jetzigen Heimat.»
Jury: «Der Fotograf hat ein gutes Auge! Gute Komposition, überraschendes Bild, gut fotografiert, aussergewöhnlich.»

2.Platz

Heidi Nigg

Foto: Le Cliché

Heidi: «Die heimelige Melodie der Alphörner, begleitet von dem bunten Treiben der Fahnen-schwinger hiessen uns auf der Engstligenalp willkommen. Wir mussten fasziniert stehen bleiben und dem Treiben zuschauen und zuhören. Es hat mich an die alten Zeiten erinnert, als mein Vater selber noch in so einer Tracht steckte und mit seiner kräftigen Stimme die Jodlertruppe unterstützte. Heimaterinnerungen!»
Jury: «Ein altes Cliché. ‘but it works’!! Absurd für den Aussenstehenden, Folklore gut und neu gesehen, nicht abge-droschen fotografiert. Tolle Stimmung, die Fotografin vertraut der Komposition und nicht Photoshop. Alles stimmt – sogar die Kuh, die neben dem Kreuz dem Ritual zuschaut.»

3.Platz

Corinne Kunz

Foto: Alpfahrt

Corinne: «Zu den Alpfahrten im Frühling bin ich mit meiner Kamera im Appenzell unterwegs und versuche solch authentische Momente einzufangen. Das Bild ist am Morgen früh auf dem Weg zum Seealpsee entstanden, wo der steile Aufstieg schlussendlich mit einer traumhaften Szenerie mitten im Alpstein belohnt wird.»
Jury: «Auch ein schon oft gesehenes Motiv, aber die Haltung des Appenzeller Bauerns in seiner schmucken ‘ Uniform’ passt genau zu seiner Einstellung. Er gehört dazu, er ist ein Teil seiner Herde. Farblich sehr schön – ein cooler Ausschnitt, auf das Wesentliche reduziert.»

Schaufenster 2 – 03/2014

1.Platz

Jason Horton

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Foto: Lucerne Lake

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Jason: „Vergangene Weihnachten waren meine Frau und ich zu Besuch bei ihrer Schwester in einem alten Bauernhaus inmitten der Hügellandschaft über dem Vierwaldstättersee. Mein Hund Rocky weckte mich, wie immer, zeitig in der Früh. Ich nahm meine Kamera und ging mit ihm auf Entdeckungsreise. Ich hatte schon einige Aufnahmen gemacht, als plötzlich die dunklen Wolken, die aufgehende Sonne und der See zu einem wunderschönen Bild verschmolzen. Wenige Sekunden später war dieser Augenblick auch schon wieder vorbei und ich kehrte zum noch schlafenden Haus zurück.“
Jury: „Eine fantastische Stimmung mit wunderbaren Kontrasten. Ein unverfälschtes Foto.“

2.Platz

Lorenz Richard

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Foto: Wallis

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Lorenz: „Ich verbrachte eine Woche auf der Belalp, um mit einer Gruppe von Snowboardern Aufnahmen für Atomic Snowboards zu machen. Wir suchten nicht weit von der Piste nach geeigneten Locations mit frischem Tiefschnee und steilen Landungen vor eindrucklicher Kulisse. Als ich vom berühmten Pistentunnel auf der Belalp ans Tageslicht trat, stach mir die imposante Kulisse der Walliser Berge ins Auge. Das Licht war perfekt und die Wolke über dem Fletschhorn hätte nicht besser platziert sein können. Mein Nikon 70-200mm Objektiv war rasch montiert. Mit den Snowboard Bildern hat es übrigens auch noch geklappt.“
Jury: „Ein einzigartiger Blickwinkel, aus dem man das Matterhorn nur selten sieht. Es ist speziell, dass sich die Bergspitzen auf gleicher Höhe aneinanderreihen.“

3.Platz

Reto Zibung

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Foto: Tag bei Nacht

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Reto: „Tag bei Nacht. Die Aufnahme gelang kurz nach der letzten Vollmondphase gegen 22:00. In Nächten wie dieser strahlt der Vierwaldstättersee oftmals eine ungemeine Ruhe aus. Das Panoramabild habe ich aus fünf Hochformat-Bildern zusammengesetzt. Jedes einzelne Bild wurde ca. 2min belichtet.“
Jury: „Ein technisch sehr gelungenes Bild. Besonders gefällt uns der Mond.“

Schaufenster 1 – 02/2014

1.Platz

Sharon Holenstein

Sharon Holenstein

Foto: Alter Silvester

Silvesterchlausen-1-of-11

Sharon: „Der Brauch der Silvesterchläuse, mit dem im Kanton Appenzell Ausserrhoden die Jahreswende gefeiert wird, fasziniert mich schon seit langem. Während meines ersten Jobs als Kellnerin lernte ich die Menschen kennen, die sich hinter den Masken verbergen. Seither bin ich jedes Jahr mit dabei. Die Leidenschaft der Teilnehmer beeindruckt mich. Die Kostüme werden in bis zu 3’000 Arbeitsstunden hergestellt. Über 250’000 Glasperlen können die Masken insgesamt zieren, die einzeln bis zu 18kg schwer sind. Dieses Jahr waren die Feierlichkeiten besonders speziell, da auch das Wetter mitspielte. So stieg während einer Jodel-Einlage die Morgensonne hinter dem Säntis empor. Ein spezieller Moment, den ich mit meiner Kamera festhalten konnte.“Jury: „Dieses Bild hat uns überrascht. Es ist eine Aufnahme voller Emotionen, Leben und Farben.“

2.Platz

Romaine Müller

Romaine Mueller

Foto: Big Shadow

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Romaine: „Wer den Herbst nur als graue und regnerische Jahreszeit kennt, kennt ihn nicht ganz richtig. Wenn sich am Fusse des Matterhorns die Sonne von ihrer schönsten Seite zeigt, entstehen vor allem im Herbst wunderschöne Stimmungen. So war es auch Mitte Oktober vor zwei Jahren. Gegen 17 Uhr verschwand die Sonne hinter dem Matterhorn und warf dessen Schatten in den Himmel.“Jury: „Die Komposition dieses Bildes ist interessant; das Licht speziell. Es ist keine typische Aufnahme des Matterhorns. Das hat uns beeindruckt.“

3.Platz

Franz Stucki

Franz Stucki

Foto: Bundeshaus

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Franz: „Das Bild entstand an einem regnerischen Abend im November vor Beginn der Lichtershow ‘Rendez-vous Bundesplatz 2013’. Es waren noch wenige Zuschauer vor Ort. Einige Minuten später war der Platz voller Leute und es wäre nicht mehr möglich gewesen, das Bild zu machen. Dieses Bild freut mich, weil es mir gelungen ist, dass der Bus genau mitten vor dem Bundeshause ist.“Jury: „Schweizerischer als das Bundeshaus in Bern geht es wohl kaum, und doch ist dies ein Bild ohne jedes Klischee. Der unscharfe Bus bringt Dynamik ins Bild. Eine gelungene Aufnahme.“