Rigi: Die Rigi bewegt


Es gibt Orte, die auf die Menschheit eine besondere Faszination ausüben. Dazu gehört die Rigi, die Königin der Berge. Ihr Panorama hat schon Goethe und Twain in helles Ent-zücken versetzt. Bis heute zählt die Grande Dame der Zentralschweiz zu den beliebtesten Ausflugsbergen des Landes und vermag ihre Besucher immer wieder aufs Neue zu überraschen und zu begeistern.


Die Rigi verbindet. Selten kommen sich so viele grundverschiedene Menschen näher als auf der Aussichtsplattform des 200-jährigen Rigi Kulm Hotels. Auf 1’797 Höhenmetern treffen hier Stilettos auf Wanderschuhe, Sonnenhüte auf Schutzhelme und Selfie- Sticks auf Gehstöcke. Schulter an Schulter bestaunen ihre Besitzer den 360° Panoramablick auf über ein Dutzend Seen und unzählige Gipfel.

«Rings die Herrlichkeit der Welt!», schrieb Goethe bei seinem Besuch ins Tagebuch und fand damit Worte für einen Anblick, der die Betrachter – zumindest im ersten Moment – sprachlos werden lässt. Und dieses vor allem bei Sonnenauf- und Untergang im Herbst, wenn das berühmte «Feuerwerk der Farben» die Landschaft in Gelb-, Blau- und Rottöne taucht und die Welt in den Tälern mit Nebelschwaden verhüllt. Dann, inmitten all der Schönheit, kann man sie spüren: die Kraft dieses Ortes.

Auch energetisch ist die Kraft der Rigi belegt. Die Königin der Berge schneidet am Bovis- Biometer über dem Durchschnitt ab und registriert die höchsten Werte auf Rigi Kaltbad. Dort markiert eine Kapelle jene Stelle, wo schon im Mittelalter Pilger in zeremoniellen kalten Bädern von ihren Leiden Heilung suchten. Das magische Wasser fliesst heute – auf 35° Celsius erwärmt – durch ein vom Stararchitekten Mario Botta entworfenes Mineralbad, welches ganzjährig Themen-abende anbietet.

Doch am besten lässt sich die Rigi zu Fuss erleben. 1’400 Höhenmeter trennen Berg vom See. Dazwischen bieten 120 Kilometer Wanderwege «Raum zur persönlichen Entfaltung» – von einfachen Spaziergängen bis hin zu exponierten Kletterpartien.

«Friendly Host» Verena Künzle weiss die Highlights herauszupicken und führt uns von Rigi Kaltbad entlang des «Blumenpfades» nach Staffel, vorbei an der Felsenkapelle, schönen Aussichtspunkten und Feuerstellen. Von dort windet sich der Weg durch sanfte Alpweiden und lichte Wälder über Klösterli bis zum Rande des Abgrundes. Direkt in die steile Felswand errichtet, bietet dann ein schmaler Pfad Perspektiven, die uns wohl nicht so schnell wieder loslassen werden: Liegen unter uns Seen, Städte und Täler versunken im Nebelmeer, so ragen in der Ferne Bergspitzen wie Inseln aus dem Nichts und schweben – so wie auch wir selbst – zwischen Himmel und Erde in einer entrückten Welt «rings die Herrlichkeit.» Wir können es bezeugen: Die Rigi bewegt.

 

Über dem Nebelmeer: Rigi Wandertipps

120 Kilometer Wanderwege stehen auf der Rigi zur Verfügung. Hier eine kleine Auswahl unserer Favoriten: 

 

PANORAMAWEG: Rigi Kaltbad – First – Unterstetten – Hinder Dossen – Rigi Scheidegg 

Die Route führt auf der Trasse der ehemaligen Eisenbahn (in Betrieb von 1874 bis 1931) von Rigi Kaltbad nach Rigi Scheidegg und passiert alte Eisenbahnbrücken, einen Tunnel sowie einen ausgedienten Personenwagen, der heute als Ferienhaus dient. Hierbei

bietet sie herrliche Ausblicke auf den Schwyzer Talkessel und weist nur vor Rigi Scheidegg eine Steigung auf.

Länge: 7.1 km, Dauer: 2 h, Anforderungen: leicht

 

GLETSCHERSPUR SEEBODENALP: Parkplatz Seebodenalp – Alp Ruodisegg – Hinterer Boden – Holderen – Parkplatz Seebodenalp 

Die grosse Spurensuche: Der Themenweg «Gletscherspur» versucht mittels fünfzehn Tafeln ein Stück Natur verständlicher zu machen und informiert über die Thematik wie Landschaftsaufwertung, Glaziologie, Erdfall, Schutzwald, Biodiversität, Quellwasser, Holzproduktion und die traditionelle Alpwirtschaft. Weitere Themenwege sind u. a. die «Wildtierspur», der «Mark Twain Weg», der «Wildmannlipfad» und der «sagenhafte Bänkliweg.»

Länge: 5.23 km, Dauer: 1.25 h, Anforderungen: leicht

 

DIE RIGI NEU ENTDECKEN: Rigi Kulm – Rigi Kaltbad 

Gemeinsam mit Rigi-Buchautor David Coulin und Rigi-Kenner Hans Osterwalder blicken Teilnehmer dieser geführten, einfachen Wanderung hinter die Kulissen und gewinnen spannende Einblicke in Land und Leute. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 4 Personen. Weitere Informationen und Themenwanderungen unter www.rigi.ch

Länge 4km, Dauer: 2-3 Stunden, Anforderungen: leicht, Daten: 24. September und 29. Oktober 2016, Kosten: CHF 50/Person (inkl. Einkehrhalt mit Getränk, ohne Bahnticket)

Veranstalter: Hans Osterwalder, +41 (0)79 778 28 35, hans.osterwalder@gmx.ch

 

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Wo schlafen?

Rigi Kulm Hotel

Das Rigi Kulm Hotel präsentiert sich heute als historische sowie moderne Bleibe am Berg. Es wurde laufend modernisiert; dennoch lebt die Geschichte: «Wer heute Rigi Kulm besucht, bewegt sich auf alten Sandsteintreppen und Parkettböden, nimmt in antiken Möbeln Platz und blickt in dieselben Spiegel wie einst Ludwig II.» 

www.rigikulm.ch

Was unternehmen?

Gäste-Service Rigi: +41 (0)41 399 87 87, info@rigi.ch, www.rigi.ch 

Praktisches: Telefonische Auskünfte: Montag-Freitag 08:00-12:00 und 13:00-17:00, Samstag und Sonntag 08:00-14:00 durchgehend

Spot Tipps

Jubiläum: 200 Jahre Rigi Kulm 

1816 eröffnete auf Rigi Kulm das erste Berggasthaus der Schweiz und legte damit den Grundstein für die touristische Entwicklung der Rigi und der Region. 200 Jahre später blickt die heutige Besitzerfamilie Käppeli, die das Hotel seit 1949 hinweg führt, gemeinsam mit ihren Gästen und Vertretern des Tourismus auf eine bewegte und bewegende Geschichte zurück. Spezielle Jubiläumsaktivitäten beinhalten das erste Cooking Unplugged am 14. Oktober, die Veranstaltungs-reihe «Literatur am Berg» und eine Jubiläumsausstellung. 

www.200jahre-rigikulm.ch 

Das Rigi Kulm Hotel präsentiert sich heute als historische sowie moderne Bleibe am Berg. Es wurde laufend modernisiert; dennoch lebt die Geschichte: «Wer heute Rigi Kulm besucht, bewegt sich auf alten Sandsteintreppen und Parkettböden, nimmt in antiken Möbeln Platz und blickt in dieselben Spiegel wie einst Ludwig II.» 

www.rigikulm.ch

Text: Carina Scheuringer
Fotos: Carina Scheuringer, Andy Seddon und zVg






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