Badenfahrt für Romantiker


Baden | Schon früher zog es die Zürcher in die Limmatstadt im Aargau. Hier weiss man seit 2’000 Jahren Wellness mit Spass und Genuss zu verbinden. Und auch heute noch lohnt sich der Besuch, wie wir im Zuge eines speziellen Wochenend-Angebots aus erster Hand feststellten.


«Baden ist die einzige urbane, und doch echte Wellness-Destination.» Chantal Beck, Vizedirektorin STV

Wenn Zürcherinnen früher heirateten, bestanden viele von ihnen auf eine Klausel, die ihnen eine gewisse Anzahl an «Badenfahrten» zusicherte. Damit meinten sie natürlich nicht jene Feierlichkeiten, die den Aargauer Kurort alle fünf Jahre in eine Festivalstadt verwandeln, sondern das Pendant einer heutigen Auszeit in Baden. Der Grund für ihren Wunsch lag auf der Hand: Während sie sich damals in der Zwinglistadt in vornehmem Verzicht üben und aufs Beten und Arbeiten konzentrieren mussten, so durften sie in der katholischen Limmatstadt vielerlei Freuden ausleben: So zum Beispiel baden, tanzen und der Geselligkeit frönen, wie es ihr Herz begehrte.

Fast 500 Jahre nach Zwingli bleibt natürlich auch den Zürchern nichts verwehrt. Und trotzdem hat eine «Badenfahrt» nichts an Attraktivität eingebüsst. Zu rar sind die besonderen Stunden der Zweisamkeit, die die aussergewöhnliche Stadt zu schenken vermag. Deswegen wurde nun eigens für Paare und Kleingruppen ein Wochenend-Angebot konzipiert, welches zusätzlich zur Übernachtung eine kostenlose Freizeitaktivität bietet. Für uns – ein Pärchen aus Zürich – die ideale Kombination.

In nur 15 Minuten ist Baden vom Zürcher Hauptbahnhof aus erreicht. Die Aargauer Limmatstadt zählt zum exklusiven Kreis der zehn Ferienorte, die letzten Herbst vom Schweizer Tourismus Verband (STV) mit dem Qualitätssiegel «Wellness-Destination» ausgezeichnet wurden. Seit Jahrtausenden entspringen hier im Limmatknie die mineralreichsten Thermalquellen des Landes. Als sich in der Antike die Römer in der Region stationierten, um die Grenze des Imperiums zu schützen, entdeckten sie das kostbare Gut und erkannten dessen Heilwirkung. Sie errichteten das «Aquae Helveticae», das bedeutendste römische Heilbad der Schweiz, um sich zu wärmen, zu treffen und sich von Leiden zu kurieren. Aus den ersten Siedlungen erwuchs später die Stadt, deren Namen bis heute das Programm angibt.

2’000 Jahre nach den Römern kann man im traditionsreichen Bäderquartier am Limmatknie im Buch der Zeit blättern. Das Erscheinungsbild ist geprägt von der Hochblüte im Mittelalter, als zwei öffentliche und rund dreissig private Bäder Besucher aus aller Welt anlockten. Nach der Schliessung der öffentlichen Anlagen und dem Abbruch des einst glanzvollen Thermalbades verschwand das Wunderwasser für einige Zeit fast gänzlich aus dem öffentlichen Raum. Heute jedoch plätschert es wieder. Zusätzlich zur «Thermalbank», einem Fussbad an der Flusspromenade, wurde auf dem Kurplatz vom Verein «Bagni Popolari» eine temporäre Installation mit Wasserspielen, Thermalbad und Thermalwasserbrunnen realisiert. Diese stimmen uns nach einer erholsamen Nacht im «Limmathof Hotel & Spa» auf unser erstes Badener Badeerlebnis im hoteleigenen «Novum Spa» auf der anderen Limmatseite des Neubaus ein.

Im stilvollen Ambiente des denkmalgeschützten Hauses tauchen wir ab in eine Welt entrückt vom Alltag. Die kleine grottenartige Oase verfügt über ein 75 m2 grosses Thermalbecken mit Sprudelliegen und Nackendusche, ein Dampfbad, eine Sauna, eine Eisgrotte und einen Ruhebereich mit Blick auf den Fluss. Hier lassen wir uns treiben, vom Wasser massieren und geniessen das stressfreie Zusammensein.

Als wir eine gefühlte Ferienwoche später aus dem warmen Nass steigen, treibt uns der Hunger ins benachbarte «Hotel Blume.» Mit Blick auf das grüne Atrium stärken wir uns für den folgenden Bummel durch die Badener Altstadt mit ihren 220 Geschäften entlang der Einkaufsmeile.

 

WEEKEND BADEN 

Wellness, Kultur, Genuss – Sie buchen eine Übernachtung und Baden schenkt Ihnen kostenlos eine Freizeitaktivität dazu! Ab CHF 109 Weitere Informationen unter: weekend.baden.ch

 






Kommentare