Appenzellerland: Erlebnis Kronberg – Ein Berg für alle


Auf jedem Hügel und an jedem Hang, vom Dorf bis in die hintersten Waldwinkel, liegen im ganzen Appenzellerland verstreut schmucke Bauernhäuser und Ställe im typischen Strickbau-Stil.


Diese, so besagt die Legende, verlor einst der Riese Sämtis. Im Flachland hatte er Gefallen an den putzigen Häuschen gefunden, die sich in hellen Grüppchen aneinander schmiegten. Samt ‘Mann und Maus’hatte er sie kurzerhand eingesackt, um sie zum Spielen zum Alpstein zu bringen, wo sich sein geblümtes Zuhause befand. Einzig ein Bauer, der beim Mähen war, hatte sich gerade noch rechtzeitig ducken und mit seiner Sense den prall gefüllten Sack aufschlitzen können. So kam es, dass als der Riese den Sack auf dem Rückweg von einer Seite zur anderen schwang, die Häuschen über das ganze Land verstreut wurden. Sie zieren bis heute auch die rollenden Hügel rund um Jakobsbad, wo sich, nördlich der Alpsteinkette, der prächtige Kronberg kühn in die Lüfte emporhebt.

 

Luege, Gnüsse ond Uftanke

Der Kronberg ist ein typischer Ausflugsberg. Überzogen mit samtig weichem Alpengras und von Wäldern umgeben, ist er eine Attraktion für alle Altersgruppen. Dementsprechend gut frequentiert ist auch die Gondel der 50-jährigen Luftseilbahn, die uns am ersten Sommertag des Jahres auf 1’662 Höhenmeter hochschaukelt. Im Inneren der Kabine herrscht prächtige Stimmung. ‘Mister Kronberg’, Andreas Wyss, ist mit von der Partie und sein Enthusiasmus ist ansteckend. So geht ein vergnügtes Kichern durch die Runde, als er seine Gäste auf humorvolle Weise willkommen heisst und stolz verkündet, dass man vom Kronberg den „allerbesten Ausblick auf den Säntis hat. Wer sich nicht ganz sicher ist, kann auch gerne morgen nochmals kommen.”

Noch lachen wir, müssen aber später zugeben: wo Andreas recht hat, da hat er recht. Oben sucht der Ausblick wahrlich seinesgleichen. Inmitten bunter Alpenteppiche führen Pfade über Stock und Stein kreuz und quer zur Jakobsalp und hinab ins Tal. Von den Sitzbänken und Sonnenliegen auf dem Bergrücken schweift der Blick vom Dreiländereck bis zum Zürichsee und vom Hohen Kasten bis zum Säntis. Letzterer glänzt besonders erhaben in der warmen Morgensonne.

 

Mit Energie auf den Holzweg

„Hier oben herrscht die Natur”, verkündet Andreas und meint damit nicht nur das gewaltige Kunstwerk, welches sich vor unseren Augen bis zum Horizont erstreckt. Denn der Kronberg ist ein ‘Ort der Kraft’–eine natürliche Energiezone, die sich energetisch deutlich von seiner Umgebung abhebt. An fünf Stellen lokalisierten Experten Energiefelder mit einer lebensförderlichen Strahlungsintensität. Diese sind entlang des vier Kilometer langen ‘Energieweges’mit Schildern markiert und werden jeden ersten Sonntag im Monat (von Mai bis Oktober) im Zuge einer Führung begangen. Wer dabei gar zu viel Energie sammelt, kann sich dieser im Tal auch wieder schnell entledigen.

Denn so ruhig es oben ist, so geschäftig geht es in Jakobsbad rund um die Talstation zu. Dort testen wir am Nachmittag zuerst die Hauptattraktion, die Bobbahn, mit ihrer 1’000 Meter langen Schussfahrt. Im gelben Flitzer festgeschnallt, fahren wir zunächst gemächlich zum Ausgangspunkt hoch, ehe wir übermütig –fast ohne zu bremsen –auf Schienen in Windeseile wieder hinunter sausen. Dabei rufen uns Kinder einer Schulklasse aufmunternd zu, bevor sie sich –in Zweier-Teams unterteilt –ebenfalls in die Kurven legen.

Wir verlassen dieses fröhliche Treiben und stellen uns der nächsten Herausforderung im benachbarten Wald. Dort führt einer der grössten Hochseilparks der Ostschweiz über schwankendeHindernisse auf einer Strecke von 945 Metern von Baumwipfel zu Baumwipfel. Schwindelfrei gleiten wir –stets mit Karabinern gesichert –mittels unserer Seilrolle durch die Lüfte, balancieren über freischwebende Balken und hangeln uns hoch über dem Boden durch Netze. Umso grösser die Überwindung, desto berauschender der Adrenalin-Schub. Erst nach drei Stunden kehren wir schliesslich zur Talstation zurück.

Dort gönnen wir uns zum Abschluss des Tages noch eine Tasse Kaffee auf der Sonnenterrasse des Talrestaurants. In der Ferne wandern barfüssige Gestalten in Richtung Gontner Hochmoor. Kinder suchen aufgeregt nach der Schatztruhe oder dem nächsten Foto der Foto-Wanderung. Auch die Senioren kommen um die Bewegung nicht herum. Für sie hat man einen eigenen Motorik-Park gestaltet. „Wie gesagt, ihr könnt auch morgen wieder kommen”, lacht Andreas angesichts der langen Liste von Aktivitäten, die es noch auszuprobieren gebe. Und wir blättern schon eifrig in unserem Terminkalender.

 

Gut zu wissen

Die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg und die Luftseilbahn Hoher Kasten feiern 2014 ihr 50-jähriges Bestehen. Sie bieten zahlreiche Jubiläums-Angebote und Anlässe.

Mit dem Kronberg-Pass erhalten Sie bei Besuch von mindestens neun Kronberg-Attraktionen ein Geschenk und nehmen gratis an einer Verlosung teil.

Weitere Informationen unter www.kronberg.ch.

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Was unternehmen?

Selbst erleben

Luftseilbahn Jakobsbad- Kronberg

5. April –November

Einzelfahrt Erwachsene CHF 22,

retour CHF 31

Hochseilpark

Erwachsene CHF 29,

Kinder CHF 21

Familientarife ab CHF 44

Bobbahn

1-2 Erwachsene im 2er Bob: CHF 9 (3 Punkte)

1-2 Kinder im 2er Bob: CHF 6 (2 Punkte)

Mehrfach-Punkte-Abo ab CHF 81 (30 Punkte)

Weitere Aktivitäten

-Hörwanderung

-Foto-OL

-Barfussweg

-Motorik-Park

-Kraftort Kronberg

-Schatzsuche

-Kinderspielplatz

Text: Carina Scheuringer
Fotos: Carina Scheuringer & Cherez Tschopp, zVg






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