Fondue mit Kult-Charakter!


Ein stadtbekanntes Fondue zu servieren, war für die kreativen Köpfe des Walliser Kellers nicht genug. Sie wollten inmitten der Grossstadt authentische Alpenstimmung verbreiten und haben nun ein ganz besonderes Upcycling-Projekt realisiert, das unvergessliche Abende bescheren soll.


«Bitte einsteigen!», heisst es seit 2. November vor dem Walliser Keller im Niederdorf. Doch wir lassen uns sogar an einem verregneten Abend etwas bitten. Denn sind unsere heutigen Gefährte schon von aussen absolute Hingucker und wir können uns an ihnen einfach nicht satt sehen. Schliesslich gibt es einen solchen Anblick wahrlich nicht alle Tage – insbesondere nicht in der Grossstadt!

Fünf knallrote Gondeln haben sich mitten ins Herz von Zürich verirrt. Eine glückliche Fügung? Keineswegs! Auf seine Wunschkinder musste John M. Rusterholz, General Manager des Hotels «Best Western Zürcherhof», zu dem auch das Traditionsrestaurant Walliser Keller gehört, lange warten. Kult-Stücke wie diese sind nämlich nur schwer zu ergattern. Als die historische Spielbodenseilbahn in Saas-Fee jedoch Ende letzter Saison durch eine moderne Anlage ersetzt wurde, ging der langersehnte Wunsch endlich in Erfüllung. Fünf der ausrangierten 4-er Gondeln des Jahrganges 1975 fanden im Walliser Keller ein neues Zuhause und wurden zu Outdoor-Fondue-Stübchen mit Kult-Charakter umfunktioniert. Ein Upcycling der besonderen Art!

Der Nachwuchs passt perfekt in die Familie. Längst ist der Walliser Keller für seine «SwissAlpeChuchi» und acht Fondue-Varianten «nach Walliser Gusto» stadtbekannt. Die neuen Gondeln sollen nun noch authentischere Alpenstimmung verbreiten.

Ob das Konzept aufgeht? Davon überzeugen wir uns aus erster Hand, als uns der zweite Star der Show, das würzig duftende Moitiè-Moitiè, letztlich doch in die warme Stube lockt. Auch im Inneren ist jedes Detail liebevoll durchdacht. Eine knallrote Petroleumlampe verströmt warmes Licht. Ein speziell angefertigter Tisch ist mit weiss-roten Deckchen geschmückt; die Sitze sind weich gepolstert. Unser Gondeli ist ein Ort zum Wohlfühlen, an dem man in guter Gesellschaft gerne so eng zusammenrückt, dass auch bis zu vier Personen Platz finden.

In kürzester Zeit scheint bei beschlagenem Glas der Gondeli die Grossstadt wie ausgeblendet. Wir lachen und plaudern, als wären wir unserem Alltag tatsächlich entschwebt und stossen mit einem Glas exzellentem Weisswein aus der Stadtzürcher Winzerei zur Metzg auf unser kleines urbanes Walliser Glück an. Wahrhaftig ein besonderer Abend!

 

Interview mit John M. Rusterholz (JR):

Herr Rusterholz, Fondue im Freien ist ja in der Stadt nicht alltäglich. Wie kamen Sie auf diese besondere Upcycling Idee?

JR: Es gibt schon ein paar Locations in der Stadt, wo man Fondue im Freien essen kann. Aber es gibt keinen Ort, der so einmalig und speziell ist und bei Touristen und Einheimischen solchen Anklang findet, wie diesen. Dank der Fondue Gondeln können wir unsere Terrasse nun auch im Winter zu 100 Prozent nutzen.

Es ist ja sicherlich nicht einfach, derartig kultige Gondeln aufzutreiben. Wie haben Sie es geschafft, die Gondeln aus Saas Fee nach Zürich zu bringen?

JR: Es war ein Zufall, dass wir von der Schliessung der Spielbodenbahn erfahren haben. Dass die Gondeln heute vor unserem Restaurant stehen, ist das Resultat einer tollen Zusammenarbeit mit der Tourismusorganisation von Saas Fee.

Wie wurden die Gondeln zu Fondue-Stübchen umfunktioniert?

JR: Wir haben viel Zeit, Liebe und Geld investiert. Wir haben die Gondeln bemalt, beschriftet und eigene Sitzkissen hergestellt. Dann mussten wir die Tische schreinern lassen und auch ein Gestell herstellen, da der Untergrund nicht flach ist, sondern die Gondeln sozusagen an einem Hang stehen. Und schliesslich realisierten wir noch eine eigene Homepage: www.FondueGondel.ch

Was macht das Fondue-Erlebnis in der Gondel Ihrer Meinung besonders speziell?

JR: Die Fondue-Gondeln sind ideal für ein ungewöhnliches Tête-à-tête und für alle Menschen, die kulinarische Erlebnisse lieben und zum Beispiel schon im Tram, auf dem Schiff oder in den e-TukTuks Fondue gegessen haben.

Was passiert mit den Gondeln, wenn die Fondue-Zeit vorüber ist? Haben Sie auch Pläne, Sie danach einzusetzen?

JR: Nach dem Winter werden die Gondeln einmal eingelagert – es besteht aber die Möglichkeit, sie während des Sommers zu mieten.

Der Walliser Keller ist ja für die verschiedenen Fondue-Variationen stadtbekannt. Was ist Ihr Geheimtipp?

JR: Das Fondue Saas Fee mit der Walliser Bergkräuter-Mischung von Gody Supersaxo!

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Menü CHF 69/Person: Glühwein-Willkommens-Apéro: Walliser Trockenfleisch-Plättli mit Nüssen, Dörraprikosen und Birnenbrot Fondue Moitiè-Moitie mit weissem Baguette; Caramelchöpfli mit Heuschnaps; Getränke exklusive

ohne Vorspeise/Dessert: CHF 59/Person

nur Fondue: CHF 42/Person

Kontakt

Fondue Gondel by SwissAlpeChuchi

c/o Walliser Keller

Zähringerstrasse 21

8001 Zürich

+41 (0)44 269 44 44

www.fonduegondel.ch

Text: Carina Scheuringer
Fotos: Carina Scheuringer und Romana Wood






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