Elmer Citro Quellenweg: Dem Citro auf der Spur


Elmer Citro Quellenweg | Jedes Schweizer Kind kennt die grüne Flasche mit dem gelben Etikett und dem Heiligen Martin im roten Feld. Elmer Citro gehört zu Elm, wie die Skilegende Vreni Schneider und das Felsenfenster. Zum 90. Jubiläum machte sich die Qualitätsmarke drei besondere Geburtstagsgeschenke: Ein neues Design, eine neue Abfüllanlage und eine neue Besuchergalerie als Ergänzung zum beliebten Quellenweg. 


Die kleine Mascha macht grosse Augen. Am Unterbach, wenige Gehminuten vom Elmer Dorfkern entfernt, befindet sich im Schatten der lichten Bäume ein grosser Spielplatz mit Grillstelle. Aufgeregt begibt sich die Einjährige auf Entdeckungsreise, klettert die Rutsche empor, planscht im Brunnen und inspiziert die Flaschenskulptur und das dazugehörige Infoschild, das auf Mama Sarah einen besonderen Eindruck zu machen scheint. Mascha versteht zwar ihre Bedeutung (noch) nicht, strahlt aber dennoch vor Begeisterung.

Für Gross und Klein ist der Einstieg geglückt. Der Spielplatz ist die erste Station des vier Kilometer langen «Elmer Citro Quellenweges», der anlässlich des 85-jährigen Markenjubiläums vor fünf Jahren realisiert und von Vreni Schneider eröffnet wurde. Er führt über Stock und Stein 160 Höhenmeter bergauf ins Quellengebiet des Elmer Citros und am Ufer des Talbaches Sernf wieder zum Ausgangspunkt zurück. Entlang der Route bieten Tafeln nicht nur wissenswerte Informationen zu den Elmer Mineralquellen, sondern inspirieren auch zu lehrreichen Experimenten. Zum Beispiel: «Was passiert, wenn man zwei Münzen nimmt; eine davon mit Fett einschmiert und dann beide in ein Wasserglas legt? Schwimmt eine der Münzen? Und wenn ja, welche?»

Eineinhalb Stunden dauert die Begehung des Weges; Aufenthalt am Spielplatz und Mittagsgrill beim Quellenhüttli nicht miteingerechnet. Alles kombiniert, lässt sich ohne Probleme ein ganzer Tag verbringen, ist Mama Sarah überzeugt. Die 32-jährige gebürtige Deutsche verbringt den Alpsommer in Elm, der ursprünglichen Heimat ihres Partners, und erwägt mit ihrer kleinen Familie auf Dauer hierher zu ziehen. Die schöne Natur, die sich auch im Zuge des Quellenweges in vollster Pracht präsentiert, ist einer der Hauptanziehungspunkte wie natürlich auch das hübsche Dorf als solches.

1981 wurde Elm vom Schweizer Heimatschutz mit dem «Wakkerpreis» ausgezeichnet. Wunderschön sind die alten Holzbauten und die historische Kirche, auf die zwei Mal im Jahr die Sonne durch das sagenumwobene Martinsloch scheint. Einzig das moderne Gebäude der Mineralquellen, wo pro Jahr 11 Millionen Liter Quellwasser abgefüllt werden, hebt sich aus dem sonst so harmonischen Ortsbild hervor. Doch es ist ein gern gesehener Anblick.

Als einziger Industriebetrieb sind die Mineralquellen seit 90 Jahren von grosser Bedeutung für das Bergdorf. Sie machten Elm nicht nur bekannt, sondern stellen bis heute den wichtigsten Arbeitgeber im Ort. Kaum ein Elmer hat keine Geschichte zum Elmer Citro. Und die Zukunft ist vielversprechend!

Die RAMSEIER Suisse AG, die Inhaberin der Qualitätsmarke, hat anlässlich des diesjährigen Jubiläums neun Millionen Franken in den Produktionsstandort investiert und den Betrieb vollumfänglich modernisiert. Die Aushängeschilder sind die neu gestalteten Flaschen, die neue Abfüllanlage sowie die neue Besuchergalerie, die Interessierten zu gewissen Zeiten eigenständig Eintritt gewährt. Zur Letzteren führt in Anschluss an den Quellenweg unsere heutige Tour und bietet faszinierende Einblicke in den Herstellungsprozess. Doch zunächst liegt noch das grösste Highlight am Weg vor uns…

Die Krönung und letzte Station des Quellenweges ist nämlich der Elmer Citro Brunnen, gefüllt mit frischem Quellwasser und dutzenden Elmer Citro Flaschen. Eine originelle Idee und effiziente Reklame, wie sogar die kleine Mascha findet. Sie hat zwar noch nie Elmer Citro probiert, doch posiert sie begeistert vor dem Brunnen, wie früher die «Elmer Girls, während der Rest von uns dankbar je ein Erfrischungsgetränk aus dem Brunnen zieht. Einfach herrlich und erfrischend, dieses Elmer Citro!

 

KULTURREICH: Drei weitere Tipps in Elm 

BESUCHERZENTRUM ELM 

Im alten Schulhaus bietet ein Stationenweg vertiefende Einblicke in das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona und erklärt geologische Phänomene verständlich und auf spielerische Weise. Zusätzlich werden zahlreiche Tipps und Ideen für verschiedene Aktivitäten in der Region geboten.

Öffnungszeiten: täglich von 10-20:00 Uhr

Einritt: gratis

SCHIEFERTAFELFABRIK 

Die 1898 gegründete Schiefertafelfabrik von Engi ist ein einzigartiger Zeuge der Glarner Industriegeschichte. Hier entstanden einst Schultafeln, Jasstafeln und Souvenirartikel, während sich heute altes Handwerk gepaart mit modernster Museumspädagogik präsentiert.

Öffnungszeiten: Öffentliche Führungen bis Mitte November; für Gruppen auf Anfrage

CHF 17/Erwachsene, CHF 13/Jugendliche

Infos: www.plattenberg.ch 

DORFFÜHRUNGEN 

Während des zirka einstündigen Dorfrundganges erfahren Besucher Wissenswertes über die bewegte Vergangenheit des beschaulichen Bergdorfes, darunter auch über die Folgen des Bergsturzes von 1881, sowie des Feldzuges des russischen Generals Suworows über den Panixerpass.

Im Tourismusbüro buchbar.

Pauschalpreis für Gruppen bis 25 Personen, CHF 150/ Erwachsene, CHF 110/Jugendliche

Infos: www.elm.ch






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