Das Riesen-Abenteuer von Elm


Auf dem Riesenwaldweg in Elm machen sich die Kids auf die Suche nach dem sagenumwobenen Riesen Martin und werden hierbei zu Riesen-Forschern und Riesen-Abenteurern. Die Familien Geiger und Seddon testen den neuen Erlebnisrundgang aus erster Hand.


«Schau ein Loch!» ruft der 6-jährige Ollie und gibt damit das Stichwort für den Märchenonkel. Dieser beginnt, wie auf Kommando, jene Geschichte zu erzählen, die hier jedes Kind kennt: «Vor langer Zeit lebte hier in den Glarner Bergen der Viehhirte Martin. Tag ein, Tag aus, hütete er seine Schafe, bis eines Tages ein Riese versuchte, seine Herde zu stehlen. Um ihn zu vertreiben, warf ihm Martin seinen Stock hinterher. Doch der Stock traf nicht den Riesen, sondern schlug dieses riesige Loch in den Felswand.»

«Aber dort ist ja der Riese», unterbricht ihn Ollies älterer Bruder Jake, der aufmerksam gelauscht hat und gleich weiter anmerkt: «Und er sieht doch ganz freundlich aus. Er lächelt sogar!» «Ja, ja», schmunzelt der Märchenonkel, «das ist der Riese Martin auch. Nur ist er sehr scheu, aber mit etwas Glück kann man ihn entlang des Weges treffen. Wollen wir ihn gemeinsam mit Martin suchen gehen und sehen, was wir noch alles entdecken?»

Mit dieser Frage ist der Einstieg in das Riesen- Abenteuer erfolgt. Hochmotiviert laufen die fünf Kids zur ersten Station des 2.5 Kilometer langen «Riesenwaldweges», der mit über siebzehn Posten vom Bergrestaurant Ämpächli nach Chuenz und zurück zur Bergstation führt. Der Themenweg wurde letzten Herbst als Teil des Projektes «Avanti» realisiert und behandelt fünf von Dan Wiener verfasste Geschichten, die von der Sage des Martins-lochs handeln. Er soll sowohl «Wissenswertes zum Thema UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona vermitteln» als auch «die Motorik, Sinne und das Bewusstsein der Kinder für die Natur fördern.»

Auf den Spuren der Riesen 

Nach dem «Riesen-Willkommen» geht es so richtig los! Grosse und kleine Kids messen ihre Kräfte im Wettrennen und stellen fest: Manches Mal kommen kurze Beine schneller voran als lange und müssen beide Väter Dani und Chris staunend zur Kenntnis nehmen, dass ihnen ihr Nachwuchs doch tatsächlich den Rang abläuft. Zum Glück geht es bei den nächsten zwei Stationen, dem kopfstehenden Sardona-Haus und dem Ohrenbaum, wieder gemächlicher zu und können Gross und Klein die Welt aus ungewöhnlichen Perspektiven betrachten und zugleich geheime Botschaften austauschen.

«Warum ist das Haus denn verkehrt?», fragt die 6-jährige Jodie und der Märchenonkel weiss die Antwort: «Weil der Riese Martin einmal dem Riesenriese Sardona einen Streich gespielt hat, worauf dieser so wütend wurde, dass er auf der Suche nach Martin alles auf den Kopf stellte!» Jodie blickt den Märchenonkel besorgt an. «Keine Sorge, er hat ihn nicht gefunden!» Wieder beruhigt, drängen die Kinder weiter. Irgendwo in der Nähe der Kräuterbeet-Ruine von Martins Oma Martina soll sich auf einem Felsen ein Gesicht verbergen. Der 9-jährige Jay entdeckt es als erster und präsentiert den anderen Jungs stolz seinen Fund, während Jessica und Jodie begeistert die hölzernen Igel am Wegrand inspizieren. Erst letztes Jahr hatten sie selbst eines dieser stacheligen Tierchen im Garten. Es ist unglaublich, wie viel es zu entdecken gibt, sieht man erst einmal genauer hin!

Ein Riesen-Spass 

Doch wer hart am Forschen und Erproben ist, braucht bisweilen auch eine kräftige Stärkung. Umso grösser die Begeisterung, als die nächste Station an der Riesen-Schule auch einen Riesen-Grill offenbart.

Während die Erwachsenen das Essen zubereiten, begeben sich die fünf Musketiere auf Entdeckungsreise: Jodie und Ollie balancieren auf dem Hindernis-Parcour Fangis über Baumstämme und Steinwege, Jake und Jay versuchen auf der Riesen-Schiefertafel ihre Namen zu schreiben; Jessica wiederum erprobt ihre musikali-schen Künste am Riesen-Lithophon. So viel gibt es zu tun, dass die Bratwürste und Cervelats fast zu schnell essensbereit sind, wenngleich es die knurrenden Mägen den Eltern doch danken. Schliesslich ist ja erst Halbzeit auf dem Riesenwaldweg!

Eine Riesen-Sache 

Beträgt die reine Laufzeit entlang der Elmer Attraktion gerade mal neunzig Minuten, so lässt sich mit all den Aktivitäten schnell einen ganzer Tag verbringen. Bis Gross und Klein letztlich mit Trottinetts und Carts zurück ins Tal sausen, haben sie auch noch Grossmutter Martinas Küche besucht, die Hängematte des Riesen Martin überquert und sich im Wasser des Häxenseelis abgekühlt. So viel Ereignisse innerhalb nur eines Tages und doch die Frage am Ende: Und wo ist nun der Riese Martin? «Na, wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt, müsst ihr wohl weitersuchen», lächelt der Märchenonkel. «Aber wenn ihr ihm einen Brief hinterlässt, schreibt er in der Zwischenzeit vielleicht zurück.»

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Spotlight

PRAKTISCHES 

Riesenwaldweg 

Anreise mit der Gondelbahn Elm – Ämpächli, täglicher Betrieb bis 1. November 2016 

Laufzeit: ca. 1.5 h ohne Verweildauer bei den Stationen, kinderwagentauglich 

Streckendistanz: ca. 2,5 km 

Höhenunterschied: ca. 60 m 

Verpflegung: Grillplätze oder Riesenwald- Menüs plus ein Getränk im Riesenwald- Trinkbecher im Restaurant Ämpächli 

Der Eintritt für die Entdeckungsreise des Riesenwaldes ist frei 

Spot Tipp: Das Buch zum Riesenwald «die RIESEN-Riesengeschichte…wo Berge Geschichten erzählen» ist beim Bäschlin Verlag in Glarus und bei den Sportbahnen Elm erhältlich.

Kontakt

Elm Ferienregion 

Säge 5 

8767 Elm 

+41 (0)55 642 52 52 

www.elm.ch 

www.riesenwald.ch

Text: Carina Scheuringer
Fotos: Carina Scheuringer






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