Bad Ragaz Wasserwelten: Quell des Wohlbefindens 


Bad Ragaz Wasserwelten | Das Wunderwasser aus der Taminaquelle hat auch nach Jahrhunderten nichts an seiner Kraft und Wirkung eingebüsst. In unserer schnelllebigen, hektischen Welt schenkt es uns Orte und Momente der Erholung, entspannte Zweisamkeit und macht Bad Ragaz zur zeitlosen «Wellness Destination.» 


Ruhe. Raum. Regeneration. Im Tempel des blauen Goldes tauchen wir im Stillen ab; weg aus dieser Welt. Wohlig warmes Wasser umspült sanft unsere müden Glieder; massiert sie. Wir lassen uns treiben, bis der Körper immer leichter und der Geist immer träger wird. Schliesslich fliessen auch die Gedanken, schweifen in die Natur hinaus, dem Licht und dem Horizont entgegen.

Für kleine Ferien braucht es nicht die Welt; es braucht keine Reise in ferne Länder. Echte Auszeit findet man auch in Bad Ragaz, eine knappe Autostunde von Zürich entfernt. Über Generationen hinweg wurde hier die Kunst des Heilbadens perfektioniert und seit Januar trägt der traditionsreiche Kurort auch das stolze Gütesiegel «Wellness- Destination» des Schweizer Tourismusverbandes.

8’000 Liter körperwarmes Wasser pro Minute sprudelt in der Taminaschlucht aus dem Felsinneren, nachdem es 10.5 Jahre lang gereist ist. Das unter anderem mit Eisen-, Fluorid-, Iodid- Ionen, aber auch Sulfid-Schwefel angereichte Wunderwasser ist seit Jahrhunderten die Lebensader der Region. Schon in der frühen Neuzeit war seine heilende Wirkung bekannt: Von nah und fern reisten Menschen nach Bad Ragaz, um ihre rheumatischen, mechanischen und neurologischen Beschwerden, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie Kreislauf- und Stoffwechselprobleme im Quellwasser zu kurieren. Mit ihnen kamen auch die ersten Wellness Touristen – Berühmtheiten aus aller Welt – lange noch bevor es das Wort «Wellness» überhaupt gab.

Nach dem Bau des ersten barocken Badehauses in Bad Pfäfers entstand 1872 mit der «Tamina Therme» das erste Thermalwasserhallenbad Europas. Dieses legte den Grundstein für das Ansehen von Bad Ragaz als renommierter Bade- und Kurort und ist bis heute das Juwel der hiesigen Badekultur.

Wer sich nun aber einen Ort für gerüschte Badekappen vorstellt, liegt völlig falsch. Nach ihrem grossen Make-Over vor neun Jahren präsentiert sich die Grande Dame der Thermen als lichtdurchfluteter Badetempel, der die Schweizer Kurhotel-Tradtionen mit der Ferienarchitektur der Ostsee verbindet. Elliptische Fenster, hohe Decken und Säulen aus schneeweissem Fichtenholz verleihen dem Badebereich im Inneren einen monumentalen, beinahe sakralen Charakter. Dieser wird durch die Symmetrie und die modulare Anordnung von Sauna, Kalt-, Heiss- und Dampfbad weiter verstärkt und vermittelt ein wunderbares Gefühl von Raum und Weite. Den Beckenrand im Nacken ist es hier inmitten diverser Sprudel ein Leichtes, die Seele baumeln zu lassen und sich im Moment zu verlieren.

Doch die «Tamina Therme» kann noch viel mehr, als einen Augenblick der Erholung zu schenken und Menschen mit sympathischen Gesten, wie dem «traditionellen Ragazer Wärmetuch», zu verwöhnen. Als Teil des 5* Sterne «Grand Resorts Bad Ragaz» leistet es einen wichtigen Beitrag zu dessen Weltruf als Europas führendes «Wellbeing und Medical Health Resort.» Das Dorf im Dorf bietet eine abwechslungsreiche Kombination aus Luxushotellerie, Gastronomie, Gesundheit, Wellness, Unterhaltung, Business und Golf.

Ist die Versuchung auch gross, hier hängenzubleiben und die Aussenwelt völlig zu vergessen, täte man damit der restlichen Destination Unrecht, denn das Wasser in Bad Ragaz belebt nicht nur das Resort und die umgebende Parklandschaft, sondern die ganze 6’000 Seelengemeinde. Das Dorfzentrum bietet viele Geheimtipps: Läden, Pensionen, gemütliche Restaurants wie das «Gasthaus Löwen», einen versteckten Kräutergarten, einen Quellwasserbrunnen und das historische Dorfbad, «Spahouse», ein Highlight für Romantiker.

Im 19. Jahrhundert dienten die sechs Zimmer im heutigen «Spahouse» mit ihren Einzel- oder Doppelwannen als Hygiene- und Trinkstätte für die allgemeine Bevölkerung, der man das Heilwasser aus der Schlucht ebenfalls zugänglich machen wollte. Damals war eine eigene Badewanne ein Luxus, der wenigen vorbehalten war. Als sich das später änderte, lag das Gebäude jahrelang brach, bis sich Stefan Schaub vom Schaub Institut Bad Ragaz ein Herz fasste und dem Kanton vorschlug, das Bad wieder therapeutisch zu nutzen und mit einer Naturheilpraxis zu verbinden.

Nach einer kompletten Sanierung wurde der historische Bau 2006 erneut der Öffentlichkeit präsentiert und bietet heute sinnliche Baderituale, Kulinarik, naturheilkundliche Heilbäder sowie Therapien und Massagen in privaten Baderäumen. Ein besonderes Highlight sind die romantischen Privat-Bäder bei Kerzenschein für Paare, so wie das «Romeo & Julia»-Erlebnis, welches je zwei Massagen, ein Rosenblütenbad und ein prickelndes Glas Sekt umfasst. Nach einem erlebnisreichen Tag der krönende Abschluss des Besuches im Weltkurort.

Entsteigt man nach einem Tag der Wellness in Bad Ragaz zum letzten Mal dem wohlig warmen Wunderwasser, so ist es tatsächlich wie ein kleines Stück Ferien. Natürlich ist man nach einer kurzen Auszeit nicht von allen Leiden geheilt; auch dreht sich die Welt einfach weiter und liefert am nächsten Tag den gewohnten Alltagsstress; dennoch wandelt man für einen Moment wie auf Wolken und fühlt sich wieder wohler – Und das ist der zeitlose Zauber von Bad Ragaz!

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Spotlight

Die Saunameister in der Tamina Therme gehören zu den besten der Welt. Sie laden regelmässig zu besonderen Saunaanlässen, darunter monatlich zum «meet & greet.» Von 10.-12. August findet in der Tamina Therme die Schweizer Sauna-Aufguss-Meisterschaft statt. taminatherme.ch

Candle Light Dinner für Zwei im historischen Spahouse im privaten Bad inklusive 4-Gang-Menü: CHF 310, spahouse.ch

Kontakt

Heidiland Tourismus AG 

Infostelle Bad Ragaz 

Am Platz 1, 7310 Bad Ragaz 

+41 (0)81 300 40 20 

heidiland.com

 

Tamina Therme AG 

7310 Bad Ragaz 

+41 (0)81 303 27 40 

taminatherme.ch

 

Spahouse 

Am Platz 1, 7310 Bad Ragaz 

+41 (0)81 330 17 50 

spahouse.ch

Text: Carina Scheuringer
Fotos: Carina Scheuringer, Andy Seddon und zVg






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